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Pflanztröge einfach selbstgemacht -aus einer Zementmischung

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von concrete

Pflanztröge einfach selbstgemacht -aus einer Zementmischung

von concrete am ‎25.05.2013 23:03

Beschreibung

Die Zementmischung aus der man tolle Pflanztröge ganz einfach selbst herstellen kann nennt man Hypertufa. Hypertufa ist ein Gemisch aus Portlandzement, Sand und Torf. Gemischt habe ich im Verhältnis 1 - 1- 1, also ein Teil Portlanzement, 1 Teil Sand, 1 Teil Torf. Die Hypertufa-Tröge sind wetterfest und frostfest.

Beim Arbeiten mit Zement unbedingt Handschuhe tragen, Zement greift die Haut an. Auch ein Mundschutz ist wichtig, damit man den Zementstaub nicht einatmen muss. Den Mundschutz trägt man auch, wenn der fertige Pflanztrog mit der Drahtbürste bearbeitet wird.

Als Form für die Pflanztröge eignen sich z.B. stabile Kartons, Backformen aus Silikon, Plastikschüsseln und Blumentöpfe aus Plastik.

Für die Hypertufamischung nimmt man einen großen Mörtelkübel und füllt die einzelnen Zutaten hinein. Ich habe einen 5-Liter Eimer als Maß genommen, also in den Mörtelkübel 5 Liter Zement, 5 Liter Sand und 5 Liter Torf gefüllt (diese Menge reicht für einen großen und einen kleinen Topf). Die Zutaten werden anschließen trocken mit einer Kelle vermischt. Danach gibt man Wasser dazu und mischt solange bis sich alle Zutaten gut vermengt haben. Die Mischung soll nicht zu feucht sein, aus der Masse sollen sich kleine Klößchen formen lassen.

Nun füllt man die Masse in die vorbereiteten Formen (siehe Fotos). Den stabilen Karton, die Plastikschüssel und den hohen Plastikübertopf vorher mit einer dünnen Plastikfolie auslegen. Diese Folie sorgt später auch gleich für eine schöne Struktur. Die kleinen Plastik- und Silikonformen mit einfachem Salatöl einfetten.

Der Boden und die Seiten der Töpfe sollten mindestens 2-3cm dick sein, damit der fertige Pflanztrog auch richtig stabil ist. Wenn man den Boden mit der Masse bedeckt hat, dann fertigt man die Seitenteile, dazu die Masse an den Seiten gut fest drücken. In den Karton habe ich innen einen kleineren Karton gedrückt, den ich vorher mit Frischhaltefolie umwickelt habe. Für den hohen Plastikübertopf habe ich ein Stück Styropor zurechtgeschnitten und ebenfalls mit Frischhaltefolie umwickelt. In die große Plastikschüssel habe ich eine kleinere Schüssel gedrückt und in die kleinen Formen einen großen Joghurtbecher (siehe Fotos). Wenn man die Innenform eingelegt hat, dann am Rand die Hypertufamasse noch einmal gut nach unten drücken und eventuell noch mehr von der Masse nachfüllen.

Die Innenformen können am nächsten Tag wieder entfernt werden. Man kann den Trog dann innen auch noch etwas mehr aushöhlen, indem man mit einer Spachtel oder einem Löffel die noch weiche Masse heraus kratzt (siehe Fotos).

Die Hyptertufatröge müssen anschließend ca. 6-7 Tage trocknen. Sollte man draußen arbeiten, dann die Tröge nicht in der Sonne trocknen lassen sondern an einer schattigen Stelle, die Masse MUSS langsam trocknen.

Ist die Trocknungszeit vorbei, werden die Tröge der Form entnommen. Am besten indem man sie auf eine weiche Unterlage stürzt. Anschließend werden die Töpfe mit einer Drahtbürste bearbeitet, so entsteht die sandsteinartige Struktur. Sollten die Tröge noch zu „weich“ sein, dann lieber noch ein paar Tage warten.
Mit der Bohrmaschine bohrt man Löcher in die Töpfe, damit Regen- und Gießwasser abfließen kann.

Anschließend die Töpfe noch einmal für einige Zeit trocknen lassen. Richtig trocken sind sie erst nach ca. 3- 4 Wochen. Man merkt es daran, dass die Farbe immer heller wird. Am Anfang sind sie sehr dunkel, doch wenn sie richtig trocken sind, dann haben sie einen schönen hellen Farbton.

Wenn die Hypertufatröge richtig trocken sind, können sie bepflanzt werden.

Material:Portlandzement Torf (alternativ Kokosfasern) Sand (alternativ Perlite) großer Mörtelkübel Kelle Drahtbürste Bohrmaschine Gummihandschuhe Mundschutz Spachtel Stabiler Karton, Plastikschüssel, Backform aus Silkon, Plastikübertopf etc. Dünne Plastikfolie Frischhaltefolie Salatöl ein Stück Styropor Leerer Joghurtbecher

Kommentare
von vedino
am ‎28.05.2013 19:21
Das ist eine Spitzenidee. Diese Tröge sehen so richtig urwüchsig und trotzdem so edel aus. Dass man so etwas selber machen kann, ich bin erstaunt.
Einfach toll!!
Großes Lob der Künstlerin.

Mit lieben Grüßen
Vedino
von ella
am ‎10.07.2013 01:47
Die Beschreibung und die Tröge sind perfekt. Danke für die interessanten Infos! Es ist ein schönes Gefühl, wenn man etwas "eigenes" im Garten hat .

Eine Frage hätte ich aber, woran liegt es, dass die Farben so unterschiedlich sind (hell/bräunlich)?

Danke!!


Ella
von franzose69
am ‎16.08.2013 11:08
Habe eine Frage zu der Mischung
Kann anstelle des Sandes auch Perlite nehmen?
von concrete
am ‎16.08.2013 19:38
Hallo franzose,
ja, Perlite kannst du nehmen, steht ja auch in der Material-Liste.
Gruß
Andrea
von willi_
am ‎20.08.2013 21:26
diese Plastikübertöpfe Smiley (traurig)(((
ich kann sie nirgends finden,
gibt es eine Webseite wo ich die bestellen kann???

Danke für Eure Hilfe
von concrete
am ‎20.08.2013 21:48
Hallo Willi,

meinst du den kleinen orangen Topf? Googel mal nach Faltentopf oder Umtopf!
Gruß
Andrea
von bella_
am ‎14.02.2014 00:35
Wow ich suche schon paar Tage nach dem "richtigen" Rezept für die Mischung.

Ich bin begeistert was man damit alles schönes und auch noch günstig machen kann.

Wie sind die unterschiedlichen Strukturen und vor allem die verschiedenen Farbtöne entstanden?
Danke fürs Info!
von concrete
am ‎17.02.2014 19:28
Hallo Bella,
die Struktur entsteht durch das Bearbeiten des fertigen Topfes mit der Drahbürste. Die Farben sind unterschiedlich, weil der eine Trog auf dem Foto noch nicht richtig trocken war.
Gruß A.
von macy
am ‎25.02.2014 11:18
Ist die Mischung mit Perliten auch frostfest? Diese Mischung ist doch sehr porös. Wie stark / dick sollten hier die Wände sein, damit Tröge u.ä. stabil werden? Oder ist es egal, ob Sand oder Perlite verwendet wird?

Vielen Dank für die Info.
von concrete
am ‎26.02.2014 16:05
Hallo,
die Mischung mit Perlite ist genau so stabil wie mit Sand, da ist nichts porös! Über eine bessere Frostfestigkeit von Perlite gegenüber Sand kann ich noch nichts sagen, so lange habe ich meine Töpfe noch nicht. Perlite hat den einzigen (großen) Vorteil, dass die Töpfe viel leichter sind als mit Sand. Die Topfränder sollten schon so 2cm dick sein, bei größeren Töpfen auch mehr.
Gruß A.